Für viele unabhängige 3- und 4-Sterne-Hotels bringen Booking.com und andere Online-Reisebüros (OTAs) einen großen Teil der Reservierungen. Diese Reichweite hat ihren Preis: Für jede Buchung über eine Plattform fällt eine Provision an – je nach Markt und Programm oft 15 % oder mehr des Zimmerumsatzes. Über ein Jahr gerechnet ist das ein erheblicher Betrag, der nie in Ihrem Ergebnis ankommt.
Das Ziel ist nicht, die Plattformen über Nacht zu verlassen. OTAs sind ein wertvoller Vertriebskanal, vor allem für Gäste, die Ihr Hotel noch nicht kennen. Das Ziel ist, Schritt für Schritt einen wachsenden Anteil der Buchungen auf Ihre eigene Website zu verlagern – damit Plattformen ein Kanal unter mehreren werden und nicht der, von dem Sie abhängig sind.
1. Machen Sie die Buchung auf Ihrer Website so einfach wie auf Booking.com
Gäste wählen Plattformen, weil die Buchung dort schnell und sicher wirkt. Ist Ihre Website langsam, auf dem Handy unübersichtlich oder der Buchungsbutton schwer zu finden, kehren Gäste zur Plattform zurück, der sie bereits vertrauen. Prüfen Sie, wie viele Klicks es braucht, um Preise für bestimmte Daten zu sehen, ob die Buchungsmaschine auf dem Smartphone reibungslos funktioniert und ob Zahlungs- und Stornobedingungen leicht zu finden sind.
2. Geben Sie Gästen einen klaren Grund für die Direktbuchung
„Direkt buchen“ allein ist kein Grund. Gäste brauchen einen konkreten Vorteil, den sie in wenigen Sekunden verstehen: Frühstück inklusive, kostenloser Late Check-out, ein Begrüßungsgetränk, flexible Stornierung oder ein Zimmer-Upgrade nach Verfügbarkeit. Kommunizieren Sie diesen Vorteil durchgehend – auf der Startseite, in der Buchungsmaschine und auf Social Media.
3. Nutzen Sie Social Media, um Gäste auf Ihre Website zu bringen
Instagram, TikTok und Facebook sind die Orte, an denen viele Gäste Hotels entdecken und vergleichen. Regelmäßiger, hochwertiger Content, der Ihre Zimmer, Ihr Team und das Erlebnis eines Aufenthalts zeigt, schafft Vertrauen. Jeder Post, jedes Reel und jede Story sollte den nächsten Schritt leicht machen: Ihre Website besuchen und die Verfügbarkeit prüfen.
4. Sprechen Sie frühere Gäste per E-Mail an
Ihre früheren Gäste kennen und schätzen Ihr Hotel bereits. Eine gut getimte E-Mail mit saisonalen Angeboten, Events oder einem Vorteil für Stammgäste ist einer der kosteneffizientesten Wege zu direkten Wiederbuchungen. Achten Sie darauf, E-Mail-Adressen mit gültiger Einwilligung zu sammeln und regelmäßig zu nutzen – nicht nur einmal im Jahr.
5. Gewinnen Sie den Gast, der nach Ihrem Hotelnamen sucht
Viele Gäste finden Sie zuerst auf einer Plattform und suchen dann Ihren Hotelnamen bei Google. Erscheint Ihre eigene Website dort nicht klar ganz oben, gewinnt wieder die Plattform die Buchung. Halten Sie Ihr Google-Unternehmensprofil aktuell, optimieren Sie Ihre Website für Hotelnamen und Standort und denken Sie über eine kleine Markenkampagne in Google Ads nach.
6. Halten Sie Preise und Verfügbarkeit konsistent
Zeigt Ihre Website höhere Preise oder weniger Zimmer als die Plattform, bemerken Gäste das. Einheitliche Preise über alle Kanäle, kombiniert mit einem Zusatzvorteil für Direktbuchungen, geben Gästen einen Grund, sich für Sie statt für die OTA zu entscheiden.
7. Messen Sie die Verlagerung jeden Monat
Verfolgen Sie, wie viele Buchungen über Ihre Website im Vergleich zu Plattformen kommen und wie viel Provision Sie sparen, während dieser Anteil wächst. Ohne diese Daten lässt sich nicht sagen, welche Maßnahmen wirken. Mit ihnen können Sie Content, Angebote und Kampagnen Monat für Monat anpassen.
Wo Sie anfangen sollten
Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Die schnellsten Ergebnisse sehen die meisten Hotels, wenn sie zuerst das Buchungserlebnis auf der eigenen Website verbessern und dann Social Media und E-Mail nutzen, um Gäste dorthin zu bringen. Wenn Sie einen Blick von außen möchten, wo Ihr Hotel Direktbuchungen verliert, schauen wir uns das gerne gemeinsam mit Ihnen in einer kostenlosen Beratung an.


